Unser Wasser. Unsere Zukunft.
Unsere Lebensgrundlage ist in Gefahr. Die industrielle Landwirtschaft flutet Ökosysteme mit Nitrat und Phosphat. Massenhafte Tierhaltung produziert weit mehr Gülle, als Böden aufnehmen können. Das heizt das Klima an, lässt Gewässer ersticken und verunreinigt in Form von Nitrat unser Grundwasser.
Wasserwerke schlagen Alarm. Jede vierte Messstelle überschreitet bereits den Grenzwert. Uns drohen Krankheitsrisiken und steigende Wasserkosten.
Trotzdem will Landwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) das Düngerecht aufweichen und die transparente Hoftorbilanz streichen. Der Schutz nitratbelasteter “Roter Gebiete” wird infrage gestellt. Ein Geschenk an die Agrarlobby, das uns Steuerzahlende durch ein neues EU-Strafverfahren bis zu 850.000 Euro am Tag kosten könnte!
Wir können das ändern. Moderne Landwirtschaft und sauberes Wasser sind kein Widerspruch. Wir brauchen eine Düngepolitik, die unser Wasser schützt und Überdüngung beendet.
Unterschreiben Sie für Ihre Gesundheit, für unsere Umwelt und für Meere, in denen Leben möglich ist!
Nitrat im Glas, tote Zonen im Meer - jetzt protestieren!
Überdüngung bedroht das Grundwasser und lässt Gewässer, wie z. B. die Ostsee ersticken. Doch statt sie zu schützen, will Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) das Düngerecht aufweichen. Jetzt unterschreiben für sauberes Wasser und lebendige Meere!
Sauberes Wasser ist kein verhandelbares Gut, sondern Lebensgrundlage. Es ist unverzichtbar für eine intakte Natur und unsere Gesundheit. Doch die industrielle Landwirtschaft flutet unsere Ökosysteme mit einem Übermaß an Nitrat und Phosphat. Die Folgen sind fatal – giftige Algenblüten in Badegewässern und Todeszonen ohne Sauerstoff in der Ostsee. Jahrelange Nährstoffüberschüsse durch Überdüngung haben das Grundwasser und damit unser Trinkwasser weitreichend mit Nitrat belastet. Dies stellt vielerorts bereits heute ein Gesundheitsrisiko dar, insbesondere im Hinblick auf ein erhöhtes Darmkrebsrisiko sowie Schwangere und Säuglinge.
Wir fordern von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) eine Düngepolitik, die unser Wasser schützt und die Überdüngung in der Landwirtschaft beendet. Das ist ein Win-Win-Win: Landwirt:innen sparen Kosten; Wasser, Umwelt sowie Klima bleiben geschützt – und uns allen bleiben teure Wasserrechnungen erspart, wenn belastetes Wasser nicht immer aufwendiger aufbereitet werden muss.
Wir fordern eine Reform des Düngerechts mit drei Säulen:
- Wasser schützen – Überdüngung in Roten Gebieten konsequent stoppen
Bund und Länder müssen die Ausweisung der besonders nitratbelasteten Gebiete ohne Verzögerung umsetzen und sicherstellen, dass unser Grundwasser vor noch mehr Nitrat geschützt wird. Dafür braucht es eine rechtssichere Gebietsausweisungsverordnung.
- Verursacher:innen erfassen, Grenzwerte anpassen, Überschüsse sanktionieren
Das Düngerecht muss Nährstoffüberschüsse auf Betriebsebene durch eine verpflichtende, digitalisierte Hoftorbilanz verpflichtend sichtbar machen. Um die Überschüsse abzubauen, braucht es die Anpassung der Düngebedarfs- und Grenzwerte an den aktuellen Stand der Wissenschaft. Mit einer Abgabe auf Düngeüberschüsse sollten wirksame wirtschaftliche Anreize gesetzt werden, die Überdüngung abzubauen.
- Agrarwende fair und konsequent gestalten
Eine Landwirtschaft mit flächengebundener Tierhaltung und bedarfsgerechter Düngung schließt natürliche Kreisläufe und schützt unser Wasser. Damit diese Agrarwende gelingt, braucht es digitale, bürokratiearme Lösungen und finanziell tragfähige Rahmenbedingungen. Investitionen in modernes Düngemanagement und Anpassungen in viehdichten Regionen sollten gefördert werden, beispielsweise durch gezielte Zahlungen an die Betriebe im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP).
Warum jetzt gehandelt werden muss:
Belastetes Wasser muss schon jetzt stark verdünnt und aufbereitet werden. Wenn sich an der Überdüngung nichts ändert, ist unsere Wasserversorgung in Gefahr. Gesundheitsrisiken drohen, Trinkwasserkosten werden massiv steigen.
Überdüngung in der Landwirtschaft ist eine der Hauptursachen des Artensterbens – an Land und im Wasser. Sie führt in Seen, Flüssen und der Ostsee zu so genannten Todeszonen, in denen keinerlei Leben mehr möglich ist.
Nach der letzten deutschen Reform des Düngerechts drohten Strafzahlungen in Höhe von 850.000 € pro Tag. Zwei zentrale Maßnahmen vermieden dies schließlich - und sorgten zugleich für einen besseren Schutz des Grundwassers: die Ausweisung von sogenannten Roten Gebieten mit erhöhten Auflagen und die Stoffstrombilanz für lückenlose Nährstofftransparenz.
Es liegt in der Hand von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer, ein erneutes EU-Strafverfahren abzuwenden, das Steuerzahlende in Deutschland jährlich einen dreistelligen Millionenbetrag kosten könnte. Wir fordern Minister Rainer auf: Stellen Sie sicher, dass Bund und Länder die Ausweisung der nitratbelasteten Gebiete umsetzen und die Überdüngung abgebaut wird!
Fast geschafft!
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