Volkswagen: Schluss mit dem Greenwashing!

Als Volkswagen-Vorstandschef müht sich Herbert Diess eifrig, das Unternehmen fortschrittlich und grün erscheinen zu lassen. Doch hinter vielen Ankündigungen steckt noch immer einer der klimaschädlichsten Konzerne der Welt. Statt sich konsequent auf saubere Formen der Mobilität zu konzentrieren, will VW unbeirrt noch mindestens 20 Jahre weitere klimaschädliche Diesel und Benziner entwickeln und verkaufen. Bis Ende 2021 hat VW die Chance, die Entwicklung einer neuen Generation Klimakiller ohne finanziellen Schaden zu stoppen. Helfen Sie mit, dies zu erreichen!

Gerade erst hat das Bundesverfassungsgericht unmissverständlich klar gemacht: Abwarten ist beim Schutz des Klimas nicht mehr legitim. Wer Klimaschutz heute noch hinausgezögert, raubt damit den kommenden Generationen ihr Recht auf Freiheit. Volkswagen ist gerade dabei, die Freiheitsrechte unserer Kinder und Enkel zu beschneiden. Für Milliarden Euro will der Konzern eine weitere Generation Verbrenner entwickeln. Bis mindestens 2040 würden dadurch Millionen weitere Abgasautos aus den Werkstoren rollen. Klimaschutz im Verkehr würde ausgebremst. Das muss verhindert werden!  

Greenpeace’ geschäftsführender Vorstand Roland Hipp hält es für unverantwortlich, dass Europas größter Autobauer  mitten in der Klimakrise noch eine weitere Generation klimaschädlicher Autos mit Diesel- und Benzinmotoren entwickelt. Im Namen von Greenpeace wendet er sich mit einem offenen Brief an den Vorstandsvorsitzenden des Volkswagen Konzerns, Herbert Diess. 

Verleihen Sie diesem Brief mit Ihrer Unterschrift noch mehr Nachdruck: Fordern Sie Herrn Diess auf, die Planung einer weiteren Generation von Abgasautos zu stoppen!

Unterschreiben Sie jetzt den offenen Brief!

 

 

Offener Brief an den Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen AG - Jetzt Unterzeichnen!

Warum Volkswagen sich schneller von klimaschädlichen Autos verabschieden muss

Sehr geehrter Herr Dr. Herbert Diess, 

ich schreibe Ihnen, weil ich Ihnen gerne glauben würde. Etwa wenn Sie sagen, Volkswagen wolle mithelfen, den Klimawandel aufzuhalten; wenn sie schreiben, VW stehe voll hinter dem Pariser Klimaabkommen; oder wenn Ihre Homepage behauptet, der Konzern wolle seiner Verantwortung gerecht werden. All das würde ich Ihnen gerne abnehmen - aber das kann ich leider nicht. Nicht, solange VW gleichzeitig das Gegenteil von Klimaschutz betreibt.

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Das vergangene Jahr war in Europa das wärmste jemals gemessene. In Deutschland riefen erste Gemeinden den Trinkwassernotstand aus. Nach drei aufeinanderfolgenden Sommern mit zu wenig Regen und zu hohen Temperaturen schlägt die Landwirtschaft Alarm, sind Wälder schwer geschädigt. Wir alle merken: Die Klimakrise verändert den Planeten, schneller und gravierender, als wir bislang dachten. 

Mitten in dieser ökologischen Krise, ausgelöst und befeuert durch das Verbrennen von Öl, Kohle und Gas, wollen Sie eine weitere Generation Autos entwickeln, die noch mehr Öl verbrennt. Das ist als würde man ein sinkendes Schiff retten wollen, indem man Wasser hineinpumpt. Sie wollen Milliarden in eine neue Verbrenner-Plattform investieren, damit ab 2026 noch mindestens 14 weitere Jahre lang Millionen zusätzliche klimaschädliche Diesel und Benziner auf die Straße rollen. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, den Anteil großer, ressourcenfressender SUV in vier Jahren auf mehr als die Hälfte Ihrer verkauften Autos zu steigern. Deutlicher können Sie kaum zeigen, dass Sie die Klimakrise und das damit verbundene Artensterben nicht ernst nehmen. Klarer können Sie sich kaum gegen all die Menschen stellen, die eine Mobilität wollen, die nicht weiter Natur und Klima zerstört. Eindeutiger lässt sich das jüngste Klima-Urteil des Bundesverfassungsgerichts nicht ignorieren, das höchstrichterlich unterstreicht: Wer heute Klimaschutz in die Zukunft verschiebt, der nimmt damit den folgenden Generationen ihr Recht auf Freiheit. Die geplante Plattform und Ihre SUV-Strategie sind das Gegenteil von Verantwortung – beide sind unverantwortlich und rücksichtslos. Deshalb fordere ich Sie auf, diese Vorhaben zu stoppen! 

Herr Dr. Diess, um den Temperaturanstieg an der für Millionen Menschen überlebenswichtigen Grenze von 1,5 Grad zu stoppen, müssen wir sehr schnell aufhören, weiter Öl zu verbrennen. Als Vorstandschef des weltweit zweitgrößten Autokonzerns kommt Ihnen hierbei eine besondere Verantwortung zu. 2018 verursachten die von VW verkauften Pkw einen CO2-Fußabdruck größer als die Emissionen ganz Australiens.  

Damit VW vom Klimaproblem zu einem Teil der Lösung wird, dürfen Sie ab 2025 in Deutschland und ab 2028 in Europa keine weiteren Abgasautos verkaufen. Sie selbst sagten kürzlich „spätestens ab 2026 ist das E-Auto das bessere Konzept - ökologisch und ökonomisch“. Lassen sie diesen Worten Taten folgen. Beschleunigen Sie den Umstieg auf emissionsfreie, kleinere Autos. Und reagieren Sie schneller auf die Tatsache, dass die Antriebswende alleine nicht reichen wird: VW braucht ein neues Geschäftsmodell, eines, das nicht länger auf den Verkauf von immer mehr Autos setzt, sondern auf Dienstleistungen und digitale Angebote für eine neue, saubere Mobilität.

Gemeinsam mit vielen Greenpeace-Unterstützer:innen fordere ich Sie auf: Beenden Sie das Öl-Zeitalter bei VW noch in diesem Jahrzehnt! Stoppen Sie die geplante Verbrenner-Plattform! Nutzen Sie das Können ihrer Mitarbeiter:innen, und steuern Sie VW in eine klimaverträgliche Zukunft. 

Für ein persönliches Gespräch stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

 

Mit erwartungsvollen Grüßen,

 

Roland Hipp

Geschäftsführender Vorstand Greenpeace e.V. 



 

 

 

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