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Das EU-Mercosur-Abkommen zwischen der Europäischen Union und Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay steht kurz vor dem Abschluss. Es sieht vor, die Zölle auf Agrarprodukte wie Rind- und Geflügelfleisch, Zucker sowie Bioethanol zu senken. Produkte, für die in Südamerika großflächig Wälder abgeholzt werden. Umwelt- freundlich wirtschaftende Kleinbäuerinnen und Kleinbauern haben das Nachsehen. Greenpeace setzt sich dafür ein, dass das Abkommen nicht ratifiziert wird. Bitte helfen Sie mit!

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Das EU-Mercosur-Abkommen zwischen der Europäischen Union und Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay steht kurz vor dem Abschluss. Es sieht vor, die Zölle auf Agrarprodukte wie Rind- und Geflügelfleisch, Zucker sowie Bioethanol zu senken. Produkte, für die in Südamerika großflächig Wälder abgeholzt werden. Umwelt- freundlich wirtschaftende Kleinbäuerinnen und Kleinbauern haben das Nachsehen. Greenpeace setzt sich dafür ein, dass das Abkommen nicht ratifiziert wird. Bitte helfen Sie mit!

Mit meiner Unterschrift fordere ich:

  • Kein Handel auf Kosten des Amazonas! Die Bundesregierung darf das EU-Mercosur-Abkommen nicht ratifizieren.
  • Den Schutz der verbliebenen Urwälder, insbesondere des Amazonas-Regenwaldes.
  • Eine ökologisch und sozial verträgliche Landwirtschaft, die Lebensmittel umwelt- schonend und tiergerecht herstellt.

Nach 20 Jahren Verhandlung hat sich die EU auf ein Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten geeinigt. Zum Mercosur (kurz für „Mercado Común del Sur“, Gemeinsamer Südamerikanischer Markt) gehören derzeit Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay. Der Handelspakt soll u.a. Agrarprodukte aus Südamerika den Zugang zum europäischen Markt erleichtern. Im Gegenzug werden Zölle auf Autos, Maschinen und Chemikalien aus der EU gesenkt. Die Bundesregierung will das Abkommen schnellstmöglich ratifizieren. Dabei ist der Vertrag ein Desaster für Umwelt, Klimaschutz und Menschenrechte:

1. Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes Mit dem EU-Mercosur-Abkommen sinken die Zölle auf süd- amerikanische Agrargüter. Der Export von Rind- und Geflügel- fleisch, Zucker, Bioethanol und anderen Produkten wird sich deutlich erhöhen. Mit katastrophalen Folgen für den Amazo- nas, den Cerrado und die Trockenwälder des Chaco. Schon jetzt werden in Südamerika riesige Waldflächen gerodet, um Platz für Weide- und Ackerland zu schaffen. Das Abkommen dürfte die Abholzungen dramatisch beschleunigen.

2. Handel auf Kosten des Klimas Durch das EU-Mercosur-Abkommen würde der Transport von Gütern und die damit verbundenen klimaschädlichen Emissionen drastisch steigen. Gleichzeitig beschleunigt sich die Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes, den wir als CO2- Speicher dringend brauchen. Die Begrenzung der Erderhit- zung auf die im Pariser Klimavertrag angestrebte 1,5-Grad- Grenze wäre so kaum mehr zu schaffen.

3. Autos für Kühe Neben der südamerikanischen Agrarindustrie profitiert auch die europäische Autoindustrie von sinkenden Zöllen. Damit begünstigt der Handelspakt ausgerechnet jene Branchen, die zu den größten Treibern der Klimakrise gehören. Dabei ist der Handel vielfach überflüssig: Die europäische Landwirtschaft produziert ausreichend Fleisch – so viel, dass sie sogar große Mengen Rindfleisch in Nicht-EU-Länder exportieren kann

4. Pestizide und Gentechnik statt Agrarwende Das Abkommen zementiert ein Landwirtschaftsmodell, das auf Monokulturen, Gentechnik, Antibiotika, Wachstumshor- mone und Unmengen von Pestiziden setzt. Profitieren wer- den dabei neben der Agrarwirtschaft Pestizidhersteller wie BASF und Bayer, die mehrere Hunderttausend Tonnen Acker- gifte in Südamerika verkaufen – darunter viele Pestizide, die in der EU verboten sind. Das Nachsehen hätten ökologisch wirtschaftende Bauernhöfe in Europa, die mit der Konkurrenz aus Südamerika nicht mithalten können.

5. Menschenrechte auf dem Abstellgleis Der Handelsvertrag stärkt die Zusammenarbeit der EU mit Brasilien. Dabei missachtet Präsident Bolsonaro die Rechte Indigener und hetzt gegen Oppositionelle und Umweltschützer. Dass die EU unter diesen Voraussetzungen Geschäfte mit der Bolsonaro-Regierung macht, ist nicht hinnehmbar. Hinzu kommt: Die zunehmenden Abholzungen des Amazonas-Regenwaldes infolge des EU-Mercosur-Abkommens zerstören den Lebensraum vieler indigener Gemeinschaften. Im Handelsvertrag gibt es keine bindenden Vereinbarungen für den Schutz der Indigenen.

Greenpeace kämpft gegen die Ratifizierung des EU-Mercosur-Abkommens und setzt sich für ein Ende der Amazonas-Zerstörung ein. Werden Sie Teil unserer Bewegung und machen Sie sich für einen fairen Handel stark, der Klima, Artenvielfalt und Menschenrechte schützt. Jede Stimme zählt. Machen Sie mit – jetzt!

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